Digitalisierung als Schlüssel für eine vernetzte Versorgung
Ältere Menschen mit mehreren Erkrankungen erleben oft den sogenannten „Drehtüreffekt“: Nach einem Krankenhausaufenthalt folgt schnell die nächste Einweisung. eliPfad setzt genau hier an und realisiert als elektronische Fallakte die Idee der ePA, um multimorbide Patientinnen und Patienten besser zu versorgen und näher zu begleiten. So ermöglicht eliPfad eine sektorenübergreifende Vernetzung und nutzt personalisierte Behandlungspläne und digitale Assistenzsysteme.
Prof. Dr. Volker Burst von der Uniklinik Köln ist überzeugt: „Durch eliPfad ist es möglich, dass während des stationären Aufenthaltes eine viel engere Beschäftigung mit dem Patienten stattfindet, wir sehr viel individueller auf Patienten eingehen und ihnen damit mehr Gutes tun können, als wir das bisher tun.“
Mehr Zusammenarbeit, weniger Wiedereinweisungen
Dank eliPfad arbeiten Ärztinnen und Ärzte und weitere Gesundheitsberufe in Behandlungsteams aus Kliniken und Arztpraxen interdisziplinär zusammen. Der Austausch erfolgt über eine einrichtungsübergreifende elektronische Patientenakte (e-ePA), die alle relevanten Informationen bereitstellt – von Medikationsplänen bis zu Vitalwerten.
„Viele Patienten fühlen sich nach der Krankenhausentlassung auf sich allein gestellt. Das muss sich ändern“, erklärt „Doc Esser“. „Mit der digitalen Unterstützung durch eliPfad kann das medizinische Team schnell reagieren, wenn sich der Gesundheitszustand verschlechtert. Das bedeutet bestenfalls: weniger Notfälle, weniger Wiedereinweisungen.“
Fallmanagerinnen als Bindeglied
Ein entscheidender Erfolgsfaktor sind die eliPfad-Fallmanagerinnen. Sie begleiten Patientinnen und Patienten nach der Entlassung aus der Klinik, helfen bei der Nutzung digitaler Assistenten und stehen für Fragen zur Verfügung. Heike Perdun, Fallmanagerin aus dem Herz-Jesu-Krankenhaus Münster-Hiltrup, berichtet: „Die Patientinnen und Patienten und auch ihre Angehörigen sind sehr froh über meine Unterstützung. Ich begleite sie bei ihrer Therapie und bin direkte Ansprechpartnerin bei Fragen. Auch für die Hausärzte ist es eine enorme Erleichterung, immer eine Ansprechperson in der Klinik zu haben und bei Problemen ihrer Patienten proaktiv angesprochen zu werden.“
Eine Patientin fasst ihre Erfahrung mit eliPfad so zusammen: „Das Wichtigste ist die Betreuung nach dem Krankenhaus. Diese Betreuung habe ich optimal erlebt durch eliPfad, durch die Fallmanagerin und durch die Geräte, die man mir zu Verfügung gestellt hat. Ich konnte meine Werte selbst messen und dann auch stolz sein: Heute ist der Blutdruck so, morgen so. Ich stellte fest, dass ich mobiler wurde. Mir wurde bewusst: Ich helfe mir selbst.“
Ausblick: Modell für die Regelversorgung?
Mit bisher rund 660 teilnehmenden Patientinnen und Patienten an sechs Studienzentren zeigt eliPfad, dass Digitalisierung funktionieren kann – und zwar in der Praxis. Die bisherigen Erfahrungen machen Hoffnung, dass das Konzept erfolgreich ist und in die Regelversorgung übernommen werden könnte.
Barbara Steffens betont: „Eine patientenzentrierte Versorgung ist wichtig, damit wir nicht unnötig Geld, Krankenhausbetten sowie ärztliche und pflegerische Ressourcen verschwenden. So kommen wir auch zu einer passgenaueren und besseren Versorgung und damit mehr Lebensqualität“.
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